Bairisches Wörterbuch:Einschichthof - Bauernhof, recht abgelegen, vereinsamt gelegen

Bairisch - Deutsch

Bairisches Wörterbuch der Dialekte


Einschichthof


Bauernhof, recht abgelegen, vereinsamt gelegen


Kommentare zu diesem Wort:

AUBERG Der Unterkagererhof............
ein Mühlviertler Kulturdenkmal Der Unterkagererhof, ein typischer Einschichthof aus dem 17. Jh., ist nicht nur ein Museum. Die Österreichische Naturschutzjugend hat dieses Gebäude mit Leben erfüllt, denn die Räumlichkeiten werden zu Veranstaltungs-zwecken genützt. Jungen Menschen wird hier die Chance geboten, Natur und Landschaft, altes bäuerliches Kulturgut und Brauchtum in authentischem Rahmen zu erleben. Das Angebot ist vielfältig. Erlebnis- und Landschulwochen und Seminare werden hier ebenso angeboten wie Ausstellungen und Veranstaltungen zur bäuerlichen Kultur. So ist dieser Hof, der bereits 1378 in einer Urkunde des Stiftes St. Florian erwähnt wird, zu einem echten »Erlebnishof« geworden..-sh-



Die deutsche Übersetzung ist mit
"Einöde" doch eine recht harte...

Für mich suggeriert "Einöde" Unwirtlichkeit der Gegend, was bei einem Einschichthof nicht zutreffen
muß, im Gegnteil, er kann höchst romantisch gelegen sein. Da es in den deutschen Heidegebieten
genügend Gehöfte bar jeder Nachbarschaft gibt, kann vielleicht Compi mit dem bundesdeutschen
Äquivalent aufwarten?



@albertusmagnus
Habe mich mal umgehört zu dem Thema: Eine Frau aus dem Land Hessen nannte mir Aussiedlerhof als Bezeichnung für ein außerhalb der Dorfgemeinschaft liegendes Gehöft. Vor allem im Westen und Nordwesten Deutschlands entstanden diese in der Nachkriegszeit (hat aber nichts mit Aussiedlern zu tun). Vorteil dieser Höfe waren bessere Expansionsmöglichkeiten als in der Enge dörflicher Gemeinden. Aus Sassnitz (Insel Rügen an der Ostsee) wurde mir Bauernschaft genannt. Hier scheint es aber regionale Unterschiede zu geben. Meines Wissens geht dieser Begriff eher in Richtung Weiler, also einer kleinen Ansammlung meherer Einzelgehöfte. Und zu guter Letzt: der Einödhof ist als einzeln stehendes Gehöft im Chiemgau bekannt.



Schade!
Ich danke Compy für seine quer durch Deutsche Lande reichenden Bemühungen,
eine adäquate Überstzung zu finden. Doch die gibt es offensichtlich nicht, lediglich
den von mir ungeliebten Einödhof konnte er mir anbieten.

Somit scheint es, daß man in Deutschland die Romantik der Einschicht nicht wahr
nimmt, sonst hätte man einen Namen dafür gefunden...



Weitere Wörter:


abbeißen

(deutlich unterliegen)

Abfertigung

(Abfindung)

abfretten, sich

(sich abmühen, abplagen)

anmachen

(zubereiten, anrühren (z.B. Salat, Teig; seltener auch Arzneien in der Apotheke u.ä))

auf was hinauf?

(mit welcher Begründung, mit welchem Argument?)

ausgeschissen

(ausgespielt)

Beuschel

(Ragout von Kalbsinnereien(Herz,Lunge,Zunge))

blunzen sein

(egal sein)

den Hahn haben

(das Nachsehen haben (oft beziehungstechnisch))

ein Bankl reissen

(sterben)

einnähen

(an sich bringen)

Feitel

(einfaches Taschenmesser, Klappmesser)

Fleck

(Blättermagen der Kuh , woraus dann Flecksuppe oder panierte Fleck zubereitet werden)

gleichschauen

(ähnlich aussehen)

Gschaftlhuber

(Wichtigtuer)
   



Als Bairisch fasst man einen Dialektverbund nichtstandardisierter Dialekte im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes zusammen, die zum deutschen Sprachraum gezählt werden. Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen – man bezeichnet sie daher auch als Ostoberdeutsch.

Innerhalb des Bairischen wird zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst im Freistaat Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland im Freistaat Sachsen.

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise Bairisch verwendet und bairisches Sprachgebiet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort Bayerisch keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich ausschließlich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie der Ostschweiz gesprochen werden.

Das Bairische verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im deutschen Sprachraum. [Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte]

Die Wörter aus diesem Wörterbuch kommen aus einer Wortsammlung von www.ostarrichi.org und dort besteht auch die Möglichkeit selbst Wörterbucheinträge zu erstellen.


[2017-09-20 00:25:34]