Bayerisches Wörterbuch:Erlagschein - Überweisungsauftrag

Bairisch - Deutsch

Bayerisches Wörterbuch der Dialekte


Erlagschein


Überweisungsauftrag


Kommentare zu diesem Wort:

Beispiel:
Bar mit Erlagschein eingezahlt werden vor allem Spenden, aber auch Steuern und Krankenkassenbeiträge. (Die Presse 13.2.2006)



während die Wikipedia sagt:
..."In Österreich werden Zahlscheine Erlagscheine und in der Schweiz Einzahlungsschein genannt"...
http://de.wikipedia.org/wiki/Erlagschein
glaube ich mich daran erinnern zu können, dass früher der "Erlagschein" bei der Post/PSK verwendet wurde, der "Zahlschein" oder "Überweisungsauftrag" bei Banken.



Erlagschein zum Xten Mal, nun von mir:
In DE hieß das immer Zahlkarte, mit der man bei der Post bar einzahlen und damit etwas begleichen konnte. Mit dem Wort "Erlagschein" kam man nie an und wurde eher angeschaut, wie...was oder wen will sie erlegen?" Eine Banküberweisung (von Konto auf Konto) hieß immer schon Überweisung.



"Bollettino postale"
heißt in Südtirol (Autonome Provinz Bozen) auf Deutsch offiziell "Posterlagschein", wird aber ansonsten für deutschländische Deutsche mit "Postzahlschein" übersetzt.
http://deu.proz.com/kudoz/italian_to_german/other/2308802-bollettino_postale.html

Bei der Eingabe von "Posterlagschein" bringen die Suchmaschinen fast ausschließlich .it - Adressen (aus Südtirol); in Österreich reichte das kürzere Wort "Erlagschein", da das Begleichen von Rechnungen üblicherweise ja beim Postamt erfolgte.
Der "Posterlagschein" war/ist allerdings auch ein im österr. Rechtswesen existenter Begriff:
"Ein Mahnschreiben, das sich nur auf einer Allonge eines Posterlagscheines befindet, entspricht nicht den Anforderungen, die das Gesetz voraussetzt, wenn es an die Nichtbeachtung der Mahnung die im § 39 VersVG, angeführten schwerwiegenden Folgen knüpft. " (Entscheidung OLGericht Linz vom 15. Juni 1955)
"2. Entrichtung der Abgaben (§ 211 BAO). 2.1.2. Einzahlung mit Erlagschein
... der Entgegennahme einer Einzahlung mit Posterlagschein im Rahmen des Wirkungsbereiches der Poststelle kommt die gleiche Wirkung zu, wie der Einzahlung mit Erlagschein am Postamt"
(OGH 11.7.1991)
"Zahlung mit Posterlagschein bei Poststelle außerhalb der Amtsstunden" ("Österr. Recht der Wirtschaft" 1992)
"Die Unterschrift wird unter den vollendeten Text gesetzt, Nachträge werden von ihr nicht mehr gedeckt. Doch entscheidet auch hier die Verkehrsüblichkeit, vgl. z.B. Posterlagscheine.." F. Gschnitzer, "Allgem. Teil des bürgerl. Rechts", 1992, S. 734




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Als Bairisch fasst man einen Dialektverbund nichtstandardisierter Varietäten im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes zusammen, die zum deutschen Sprachraum gezählt werden. Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen – man bezeichnet sie daher auch als Ostoberdeutsch.

Innerhalb des Bairischen wird zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst im Freistaat Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland im Freistaat Sachsen.

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise Bairisch verwendet und bairisches Sprachgebiet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort Bayerisch keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich ausschließlich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie der Ostschweiz gesprochen werden.

Das Bairische verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im deutschen Sprachraum. [Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte]

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