Bayerisches Wörterbuch:Eintropfsuppe - Tropfteigsuppe

Bairisch - Deutsch

Bayerisches Wörterbuch der Dialekte


Eintropfsuppe


Tropfteigsuppe


Kommentare zu diesem Wort:

"Eintropfts"
Ich persönlich kenne es nur unter Eintropfts oder Eintropfsuppe. Vom Tropfteig habe ich noch nichts gehört, jedoch Daumen hoch!



Nicht jede Einlage macht die Suppe zu einer Eintropfsuppe!
Besser würde ich finden: Tropfteigsuppe. Der Tropfteig ist im fertig zubereiteten Zustand zähflüssig und wird dann in Form etwa backerbsengroßer Tropfen in die siedendheiße Suppe "fallen gelassen", wo er fast augenblicklich hart wird. In vielen Gegenden heißt der Tropfteig übrigens nicht "Eintropft's" sonder "Eitrapft's" und halb NÖ diskutiert "auf höchster polemischer Ebene", was "richtig" ist und was "falsch".



im Ohr als:
"äi-drabbfde Subbm"








Einlaufsuppe
.... ist in Bayern die exakte Übersetzung.



Spontaner Lacher ...
... als ich die exakte bayrische Übersetzung las ;) - muss ich beim nächsten Mal im Gasthaus bestellen.



Ein ziemlich mißglückter Eintrag,
der es trotzdem in´s Buch geschafft hat!

"Klare Brühe"? Welche? Rinderbrühe wäre richtig, denn eine Hendlsupp´n ist nur selten
Basis für eine Eintropfsuppe!

"Mit Einlage"? Ist also auch eine Nudel-, Schöberl- oder Knödelsuppe eine Eintropfsuppe?

Da der Eintrag von einem Moderator stammt, hoffe ich doch, daß jener demnächst optimiert
wird, dann könnte ich auch meine Bewertung korrigieren...



Übersetzung jetzt gut?
Wie ich selbst gerade sehe, habe ich einen in die gleiche Richtung gehenden Kommentar ganz zu Beginn gemacht. Da shadow vorerst nicht korrigiert hat, bringe ich interimsmäßig eine eigene Übersetzung an. Die lasse ich einmal als unverbindlichen Vorschlag so stehen. Aber selbstverständlich hat shadow als Eintragersteller das Vorrecht auf weitere Korrektur beziehungsweise Rücknahme der jetzigen.

und bitte: Kritik ist gut. Freundliche Kritik ist noch besser. Wir wollen hier Informationen austauschen und verbessern. Das "Vergeben von Noten" ist auf dieser Seite schon zu sehr eingerissen. Wir Mods hätten dem früher gegensteuern sollen. Ich habe während meiner langen Abwesenheit hier aus anderen Foren gelernt, übrigens auch für mein künftiges Verhalten hier, denn auch ich habe Fehler gemacht.



DER HOFRAT GEIGER, der erste Willi Forst-Film nach dem Krieg:
"Zwöfi is`, mei eitrapfte Suppn mecht i hobn, Mariann! Mei eitrapfte Suppn!"
Vgl. Filmsequenzprotokoll 1, Sequenz Nr. 7, (00:21:25)



Danke Brezi,
habe die Wertung nunmehr korrigiert.

Die Wertung zuvor war auf den Eintrag abgestimmt, wie er sich ehedem präsentierte,
da hat die "Übersetzung" hinten und vorne nicht gepaßt.

Zur kulinarischen Ergänzung: Der Teig ist bei der Eintropfsuppe und bei Bocherbsn (Backerbsen)
der nämliche, beim Eintropfen in die siedende Suppe entstehen die ???, in heißes Öl die Backerbsen.
Womit sich die Frage stellt, wie heißt eigentlich das einzelne eingetropfte Kügelchen???



a eitrapfte Suppn
mir fehlt hier die Aussprache, denn kein Mensch sagt Eintropfsuppe...siehe Einträge von JoDo



Weitere Wörter:


abbeißen

(deutlich unterliegen)

Abfertigung

(Abfindung)

abfretten, sich

(sich abmühen, abplagen)

anmachen

(zubereiten, anrühren (z.B. Salat, Teig; seltener auch Arzneien in der Apotheke u.ä))

auf was hinauf?

(mit welcher Begründung, mit welchem Argument?)

ausgeschissen

(ausgespielt)

Beuschel

(Ragout von Kalbsinnereien(Herz,Lunge,Zunge))

blunzen sein

(egal sein)

den Hahn haben

(das Nachsehen haben (oft beziehungstechnisch))

ein Bankl reissen

(sterben)

einnähen

(an sich bringen)

Feitel

(einfaches Taschenmesser, Klappmesser)

Fleck

(Blättermagen der Kuh , woraus dann Flecksuppe oder panierte Fleck zubereitet werden)

gleichschauen

(ähnlich aussehen)

Gschaftlhuber

(Wichtigtuer)
   



Als Bairisch fasst man einen Dialektverbund nichtstandardisierter Dialekte im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes zusammen, die zum deutschen Sprachraum gezählt werden. Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen – man bezeichnet sie daher auch als Ostoberdeutsch.

Innerhalb des Bairischen wird zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst im Freistaat Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland im Freistaat Sachsen.

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise Bairisch verwendet und bairisches Sprachgebiet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort Bayerisch keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich ausschließlich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und schwäbisch-alemannische Dialekte gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie der Ostschweiz gesprochen werden.

Das Bairische verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im deutschen Sprachraum. [Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte]

Die Wörter aus diesem Wörterbuch kommen aus einer Wortsammlung von www.ostarrichi.org und dort besteht auch die Möglichkeit selbst Wörterbucheinträge zu erstellen.


[2017-09-20 00:28:09]