Bairisches Wörterbuch: Wörter mit S

Bairisch - Deutsch

Bairisches Wörterbuch der Dialekte


Wörterliste für Worte mit S


SäckelHosentasche
SacklSakko
SacktüchelTaschentuch
SafSeife
Safaladi(Zervelat-) Wurst
SaftSosse, Sauce auch gut passend: Bratensoße, Gulaschsaft
SägeschartenSägespäne
sakrischbesonders, riesig, wahnsinnig, sehr
Salzamtfiktive Behörde, die für Beschwerden zuständig ist, für die sonst keiner zuständig ist
Salzburger NockerlnSüßspeise
SandkisteSandkasten
SandlerPenner, Clochard
sauberexzellent, fabelhaft
Sauerrahmsaure Sahne
Saufarlurspr. Ferkel, heute Schimpfwort für schlampige Menschen
SchädelwehKopfschmerzen
SchafblatternWindpocken
Schaffelgroßer Behälter
scharwenzelnschmeichelnd umwerben
schasaugertsehschwach
schasfreundlichübertrieben oder unerwartet freundlich, oft in Verbindung mit Falschheit
scheangelnschielen
ScheibtruheSchubkarren
ScherMaulwurf
scherenkratzen, schieben, schürfen, graben
SchermNachttopf
SchermScherbe
ScherzelBrotanschnitt, Brotrest
ScherzkübelScherzkeks
schiachhäßlich
schiachunfreundlich, böse
schiachverzagt, Angst machend
schiach wie die Nachtunglaublich hässlich
Schiachlingbesonders hässlicher Mensch
Schiachperchteine hässliche Faschingsgestalt mit furchterregender Maske
Schiachperchtübertragen für besonders hässliche Person
Schiefereingezogener Holzsplitter
schiengelnschielen
schiffenurinieren
schiffenstark regnen
Schillinghistorische österreichische Währung
SchimpelSchimmelpilz
schimplertschimmelig
Schinakelkleines Boot
SchinkenfleckerlSchinkennudeln
SchlagerlSchlaganfall
SchlagobersSchlagsahne
Schlampertatschschlampige Person
SchlatzSchleim
schlatzenspucken
SchlawinerGauner
SchleckerLutscher
schleckerpatzl!ätsch!
schleichen, sichverschwinden, verduften
schleißigschäbig, abgenützt
SchmachtfetzenLiebesfilm
SchmähWitz, Schlagfertigkeit
SchmähTrick, Finte
schmähohneganz im Ernst
schmähstaderstaunt, sprachlos, verblüfft
   



Als Bairisch fasst man einen Dialektverbund nichtstandardisierter Varietäten im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes zusammen, die zum deutschen Sprachraum gezählt werden. Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen – man bezeichnet sie daher auch als Ostoberdeutsch.

Innerhalb des Bairischen wird zwischen Nordbairisch, Mittelbairisch und Südbairisch unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst im Freistaat Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland im Freistaat Sachsen.

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise Bairisch verwendet und bairisches Sprachgebiet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort Bayerisch keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich ausschließlich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und schwäbisch-alemannische Mundarten gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie der Ostschweiz gesprochen werden.

Das Bairische verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im deutschen Sprachraum. [Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Bairische_Dialekte]

Die Wörter aus diesem Wörterbuch kommen aus einer Wortsammlung von www.ostarrichi.org und dort besteht auch die Möglichkeit selbst Wörterbucheinträge zu erstellen.